Seit dem 1.7.2000 gilt bundesweit die Neufassung des Spendenrechtes, die eine erhebliche Verschärfung des Spendenbescheinigungswesen mit sich bringt. Wegen erheblichen Mißbrauches in der Vergangenheit wurde durch den Bundesgesetzgeber insbesondere die Möglichkeit der Ausstellung von Zuwendungsbestätigungen für Sachspenden massiv erschwert.

 

Die "Bestätigung von Sachspenden", früher einfach "Spendenquittung" genannt, muß seit dem 1.7.2000 zwingend folgende Angaben - ggf. als ergänzende Anlage - enthalten:

  • die genaue Beschreibung des zugewendeten Gegenstandes;
  • wenn NICHT neu, das Alter und der Zustand des zugewendeten Gegenstandes;
  • der Nachweis über den (historischen) Kaufpreis bzw. den Zeitwert.

Für alle diese Angaben müssen schriftliche Belege vorliegen, auf die in der Spendenbestätigung Bezug zu nehmen ist. Der Aussteller der Spendenbestätigung, also der Westf. Kinderdorf e.V., hat die zur Erstellung der Bescheinigung herangezogenen Belege im Original in seine Buchhaltung aufzunehmen und ist den Finanzbehörden gegenüber nachweispflichtig und haftbar!

 

Grundsätzlich bei einer Sachspende als erstes zu unterscheiden, ob ein NEUER oder ein GEBRAUCHTER Gegenstand gespendet wird.

 

Des weiteren ist die Herkunft der Sachspende und - handelt es sich um einen gebrauchten Gegenstand - ihr Zeitwert darzustellen. Dabei ist - insbesondere bei gebrauchten Gegenständen - für die Ermittlung des Zeitwertes die Herkunft des Gegenstandes nicht unerheblich:

  • Stammt die Sachspende aus einem "Betriebsvermögen", also von einer Firma, einem Betrieb oder Unternehmen, muß der Spender ihren Zeitwert als "Entnahmewert" (Kaufleute kennen den Begriff) schriftlich nachweisen.
  • Stammt die Sachspende von einer Privatperson, muß der Spendenempfänger, also der Westf. Kinderdorf e.V., schriftlich nachweisen, auf welcher Grundlage er zur Zeitwertermittlung der Sachspende gekommen ist.

Als Grundlage hierfür werden nur noch anerkannt (entweder/oder):

  • ein neutrales Gutachten über den aktuellen Zeitwert der Sachspende;
  • die Vorlage der "Ursprungsrechnung abzüglich der amtlich anerkannten Absetzung für Abnutzung*"
    (*orientiert sich an den Abschreibungsrichtlinien).

Konsequenzen dieser rechtlichen Rahmenbedingungen:
Erhält der Westf. Kinderdorf e.V. diese Unterlagen nicht bereits von Ihnen als Spender, muß er Wertgutachten auf eigene Kosten erstellen lassen oder auf der Grundlage der Ursprungsrechnung die "Absetzung für Abnutzung", also die Berechnung des Zeitwertes selbst vornehmen. Dies ist mit erheblichem Aufwand und u.U. mit Konflikten um den rechnerisch angemessenen Restwert der Sachspende verbunden.


Besteht sowohl bei GEWERBLICHEN wie PRIVATEN SPENDERN der Wunsch auf die Ausstellung einer Zuwendungsbestätigung, kann die Sachspende deshalb nur noch bescheinigt werden, wenn die oben beschriebenen Unterlagen, also entweder die Bescheinigung des "Entnahmewertes", das Gutachten zum Zeitwert oder die Originalrechnung abzüglich der Absetzung vorliegen.

Tips für die Sachspende von NEUEN Waren:
  • GEWERBLICHEN Spendern ist zu empfehlen, den Weg über die sogenannte
    "verkürzte Geldspende" einzuschlagen:
    Hierbei schreibt der Spender für die gespendete Ware "ganz normal" eine Rechnung an den Spendenempfänger und setzt in einem Schlußsatz den Betrag zur Spende aus. Dies ist dann KEINE Sachspende mehr, sondern eine (verkürzte) Geldspende!
  • Für PRIVATE Spender von Neuwaren ist als Alternative zur Sachspende oft der Weg über eine zweckgebundene Geldspende bzw. Projektspende einfacher und sinnvoller. Auch hierbei führt Ihre Zuwendung direkt zur Anschaffung des gewünschten Gegenstandes.

 



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Der Verein Westfälisches Kinderdorf e.V. geht absolut vertrauenswürdig mit Ihren Spenden um. Das garantieren wir Ihnen. Bestätigt wird dies alljährlich durch das Deutsche Zentralinstitut für  soziale Fragen (DZI).

 

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