Generationswechsel beim Westfälischen Kinderdorf

Ramos und Heising übernehmen Geschäftsführung

 

Paderborn. 9. Januar 2017. Mit einem Generationswechsel in der operativen Führung läutet das Westfälische Kinderdorf (430 betreute Kinder und Jugendliche in zwölf Einrichtungen an drei Hauptstandorten in OWL und Niedersachsen) das neue Jahr ein: Carmen Ramos (53) ist die pädagogische Leitung und Paula Heising (50) die kaufmännische Leitung übertragen worden. Vereinsvorstand Friedrich-Martin Dreier freut sich auf frisches Herzblut und wünscht „eine glückliche Hand in Zeiten der permanenten Veränderung."

 

Führen den Verein Westfälisches Kinderdorf in die Zukunft: (von links) Vorstandsvorsitzender Friedrich Martin Dreier, die neue kaufmännische Leiterin Paula Heising, Vorstandsmitglied Birgit Flato, die neue pädagogische Leiterin Carmen Ramos und Vorstandsmitglied Dr. Karl-Ludwig Tracht.


Das neue Führungsduo bringt in die Aufgaben ganz viel Erfahrung ein: Ramos, geboren und aufgewachsen in den USA, absolvierte in München ihre Ausbildung zur Erzieherin. Nach Stationen in Madrid und Köln schloss sie ein Studium der Sozialpädagogik in Kassel an. Nach mehreren Jahre im Allgemeinen Sozialen Dienst des Jugendamtes übernahm sie 2012 die Leitung einer KiTa in Wolfhagen. Den Erfahrungshintergrund der ausgewiesenen Kinderschutzexpertin rundet ab, dass sie alleinerziehende Mutter von sechs eigenen Kindern ist. Mit Paula Heising kehrt ganz viel Know-how zum Westfälischen Kinderdorf zurück: Heising arbeitete nach der Ausbildung in einer Bank schon einmal bis 2007 im Controlling des Vereins. Danach erfolgte ein Wechsel zum Caritas-Spitzenverband in der Domstadt. Hauptaufgabe dort war die Beratung sozialer und kirchlicher Einrichtungen in allen betriebswirtschaftlichen Fragen.


Heising und Ramos übernehmen die Geschäftsführung des ältesten Kinderdorf-Vereins in der Region: 1961 gegründet, betreibt der heute rund ein Dutzend Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe im Dreieck der Städte Paderborn, Barntrup (beide Ostwestfalen-Lippe) und Dissen (Niedersachsen). Darunter sind Kitas, offene Kinder- und Jugendtreffs, zwei Kinderdörfer, einen Lehrbauernhof und eine Ausbildungsküche sowie eine ganze Reihe von betreuten Wohngruppen für junge Erwachsene. Der Verein, dem eine gemeinnützige GmbH und eine Stiftung zur Seite stehen, beschäftigt aktuell rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und bilanzierte zuletzt einen Jahresumsatz von 12 Mio. Euro. Der Verein zählt knapp 1.300 Mitglieder sowie mehr als 11.000 Förderer inner- und außerhalb der Region.


Ramos und Heising übernehmen die Führungsaufgabe von einem fünfköpfigen Geschäftsführungsausschuss, der teilweise 25 Jahre und länger Verantwortung trug. Rolf-Rüdiger Franke, seit 1984 Kinderdorfleiter in Barntrup, ging im vergangenen Sommer in Rente. Dr. Ilona Lommer, Pädagogische Leiterin seit 1993, wird 2017 den Verein verlassen, Betriebswirt Bernd Zurowietz in 2018. Helmut Redeker bleibt dem Verein als Kinderdorfleiter in Dissen erhalten; Renate Eickmeier bleibt Kinderdorfleiterin in Barntrup; Andre Janssen wird auch künftig das Referat Öffentlichkeitsarbeit führen.


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